Ältere Ereignisse finden Sie unter Presseberichte oder Sie kommen einfach im Museum zu den Öffnungszeiten vorbei.
Der Vorstand des HGV- Bischofsheim
Exkursion der Solidarität in das Stadtmuseum Groß-Gerau
Einmal im Jahr lädt der Heimat- und Geschichtsverein Bischofsheim seine aktiven Mitglieder zu einer Exkursion in ein anderes Museum im Kreis Groß-Gerau ein. Dieses Mal war das Ziel das Stadtmuseum Groß-Gerau. „Es ist auch ein Akt der Solidarität“, sagte zu Beginn von Austausch und Führung Vorstandsmitglied Professor Dr. Wolfgang Schneider. „Denn bisher gab es einen hauptberuflichen Leiter.“ Wegen der Haushaltstreitigkeiten in der dortigen Stadtverordnetenversammlung wurde die Stelle nach dem Ausscheiden des Amtsinhabers bisher nicht besetzt. Jürgen Volkmann ermöglicht zwar weiterhin Besuche und war auch Gastgeber der anderthalb Dutzend Interessierten aus der Eisenbahnergemeinde.
Ehrenamt braucht Professionalität
„Das Stadtmuseum ist seit mehr 30 Jahren ein kultureller Leuchtturm in der Kreisstadt“, bekundete voller Stolz der Vorsitzende des Fördervereins, Klaus Meinke. Und das zeigte sich nicht nur beispielhaft in der konzeptionellen Sammlungstätigkeiten, sondern auch in den modernen Präsentationsformen.
Das Museum sei außerschulischer Lernort, Veranstaltungsort für Kunstausstellungen und Fachvorträgen, Treffpunkt der Stadtgesellschaft und mitten am Marktplatz ein Hort des kulturellen Gedächtnisses. Die Bischofsheimer hörten es gerne, wenn Volkmann und Meinke von ihren Erfahrungen berichteten, dass das Hauptamt nicht nur für eine Professionalität in der Museumsarbeit gesorgt, sondern auch die Betreuung des Ehrenamtes gestärkt habe.
Teilhabe an und Erlebnis von Geschichte
Dass Kulturarbeit keineswegs eine „freiwillige Leistung“ der Kommune sei, sondern unabdingbar für den Zusammenhalt in der Gesellschaft, betonte der langjährige Stadtverordnete Meinke. Und Museumsleiter a.D. Volkmann blickte auf eine erfolgreiche Zeit zurück, in dem es ihm immer wieder gelungen sei, auch die Bürgerinnen und Bürger bei der Aufarbeitung von Geschichte einzubeziehen und diese erlebbar zu machen. Das dokumentiert sich auch – ähnlich wie in Bischofsheim - in Projekten zur römischen und jüdischen Kultur, zur landwirtschaftlichen und politischen Historie. Spargel und Handkäse sind ebenso Thema wie die Migration vom italienischen Eis-Cafe zur türkischen Döner-Bude und zum Widerstand gegen die Flughafenerweiterung. Die Sprecherin des HGV, Mechthild Rühl, dankte für Einblicke und Anregungen und lud anschließend alle ein zum gemeinsamen Abendessen in ein nahegelegenes griechisches Restaurant.